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Fahrzeug Segung Feuerwehr 2014

Freutsmoos (cw). In feierlichem Rahmen erhielt das neue Mehrzweckfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Freutsmoos den kirchlichen Segen. Wegen der Wetterlage fand der Festgottesdienst im Festzelt beim Feuerwehrhaus statt. Pfarrer Vislav Krijan hielt eine bewegende Ansprache. Ein Festzug führte nach dem Gottesdienst ins Dorf  und zurück. Bei gemütlichem Essen und Trinken, Kaffee und Kuchen klang der feierliche Akt aus.

Vom Gartenbauverein feierlich bekränzt, prangte das neue Mehrzweckfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Freutsmoos im Festzelt. Die vielen fleißigen Helfer hatten wegen des schlechten Wetters die Vorbereitungen für den Festgottesdienst in das Festzelt verlegt. Nach und nach trafen die vielen Gäste ein: Die Ehrengäste, die Freutsmooser Ortsvereine, die anliegenden Feuerwehren und die Freunde der Feuerwehr Kirchdorf bei Haag und weitere Besucher versammelten sich im Festzelt.

Der 1. Kommandant Michael Thomas begrüßte die Gäste und Ehrengäste, darunter auch die Abordnungen  aus der Kreisbrandinspektion Traunstein und vom Autohaus Reuner, sowie die Feuerwehrkameraden aus Freutsmoos, Palling und Kirchdorf bei Haag, aus den umliegenden Gemeinden Kay, Tyrlaching und Heiligkreuz. Die Blaskapelle Palling unter Leitung von Kapellmeister Konrad Gastager begleitete mit der Schubertmesse den von Ortspfarrer Pater Vislav Krijan zelebrierten Festgottesdienst. Der Priester sagte eingangs, Sirenen und Piepser rufen die Feuerwehrleute zum Einsatz, egal, aus welcher Situation heraus. Sie lassen alles stehen und liegen und rücken gut gerüstet aus, gemäß ihrem Auftrag „Retten, löschen, bergen, schützen“.  Auch die Christen dürfen sich darauf verlassen, er wird die Menschen erretten, ihre Sünden löschen, sie in seiner gütigen Hand bergen und vor Gefahren schützen. Dazu müssen aber die Christen  ausgerüstet sein durch ihren Glauben und ihr Vertrauen auf Gott. Der Slogan soll uns Christen aber auch daran erinnern, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen sollen. Glaubende Christen brauchen ebenso Übungsdruck wie die Feuerwehrkameraden. Aber Übung macht auch Freude. Kameradschaft und Freundschaft heißt, dass man frühzeitig gut zusammenwachsen soll, bevor vielleicht Notsituationen entstehen. Wir Menschen sollen uns und andere nicht einklemmen oder uns aus entstandenen Verklemmungen lösen. Not und Armut sind oft Auslöser von zwischenmenschlichen Flächenbränden. Es gelte, oft unscheinbare Gefahren zu beseitigen. Vielfach tragen Gerüchte im übertragenen Sinn zu einer menschlichen Ölspur bei, die es schnell zu tilgen gelte. Solche Soforthilfen gibt es nicht überall – ob bei der Feuerwehr oder im menschlichen Miteinander, sagte der Pfarrer. Wir hier in unseren Regionen dürfen dafür dankbar sein, dass es Hilfe gibt durch die Feuerwehr, durch Notärzte und Hilfsorganisationen, Rotes Kreuz, Malteser, Kriseninterventionsteam, aber auch im langwierigen psychischen Bereich. Am besten ist eine Feuerwehr, die man nicht braucht, aber im Ernstfall soll sie gerüstet sein. Es ist beruhigend, sich auf ein Hilfsnetz verlassen zu können, egal ob es die Feuerwehr ist oder ob es Menschen sind, die einem in Not beistehen.

Michael Thomas trug sehr schöne Fürbitten vor – um Hilfsbereitschaft und Geduld im sozialen Netz, die Verzweifelte und Lebensmüde wie ein Sprungtuch auffangen und bergen, um Segen für die Helfer im Kampf um Menschenleben und im Eindämmen von Katastrophen und dass die Helfer selbst immer wieder gesund vom Einsatz heimkommen, um Freude und Begeisterung für die Jugendlichen, die sich auf Einsätze als Feuerwehrkameraden vorbereiten, um Wachsamkeit, dass man Brandherde rechtzeitig erkennt und entschärft – auch im übertragenen Sinn, und um die ewige Ruhe für die gestorbenen Kameraden.

Gegen Ende des Gottesdienstes segnete Pfarrer Vislav Krijan mit Weihrauch, Weihwasser und Gebet das neue Mehrzweckfahrzeug, dass es den Kameraden in rechter Weise und ohne Unfall diene.

Michael Thomas dankte dem Pfarrer für Gottesdienst und Weiheakt. Er erinnerte an die Zeit, als Wunsch und Bedarf nach einem Mehrzweckfahrzeug konkret wurden, an die Unterstützung durch die Gemeinde und an viele Termine, bis man gemeinsam zu einer Entscheidung gekommen ist. Das Fahrzeug wird notwendig gebraucht, um die Kameraden zu Übungen, Einsätzen und Lehrgängen zu fahren, für die Jugendarbeit und viele weitere Gelegenheiten. 2011 wurde ein Antrag an die Gemeinde gestellt, 2013 wurde es Ernst damit und noch im selben Jahr hat die Firma Reuner aus Palling das Fahrzeug geliefert. Nötige spezielle Ausbaumaßnahmen hat die Firma Geidobler aus Soyen bei Wasserburg durchgeführt. Nun brauchte man auch eine Garage für das neue Fahrzeug; hier haben viele fleißige Helfer vorhandene Räume am Feuerwehrhaus in Freutsmoos soweit umgebaut und hergerichtet, dass man das neue Fahrzeug angemessen einstellen kann. Noch am selben Nachmittag Anfang Januar, als Kreisbrandrat Hans Gnadl während der Feuerwehrversammlung das neue Fahrzeug offiziell abnahm und in Dienst stellte, holte die Wirklichkeit die Floriansjünger ein und sie mußten gleich zu einem Unfall mit dem neuen Fahrzeug ausrücken.

Michael Thomas dankte dem Bürgermeister, der Gemeinde und der Verwaltung für das neue Fahrzeug, dem Pfarrer, den Ministranten, dem Mesner für den Gottesdienst zur Einweihung, den beteiligten Firmen Reuner und Geidobler, aber auch dem Gartenbauverein für die Schmückung des Fahrzeugs zur Einweihung, sowie dem ESC Freutsmoos für seine Unterstützung zur Verpflegung der Gäste, für alle Kuchenspenden, dem Küchenteam und Helfern bei der Feier und natürlich auch der Blaskapelle Palling für die musikalische Begleitung.

Bürgermeister Josef Jahner  hob die sinnvolle Investition für die Freiwillige Feuerwehr Freutsmoos hervor und dankte dem Kommandanten und allen Kameraden für ihren Dienst und wünschte allzeit Erfolg bei den Einsätzen. Ein Dank galt auch den freiwilligen Helfern für die Arbeiten zum Herrichten der Garage, „dafür hat die Gemeinde gern das Material bezahlt“. Im Sinne der Verbesserung der Einsatzbereitschaft war es wert, gutes Geld auszugeben und so mögen die Kameraden auch immer gesund von ihren Einsätzen heim kommen. Für die Kreisbrandinspektion sprach Inspektor Günther Wambach kurze Grußworte. Er gratulierte zum neuen Fahrzeug und wünschte alles Gute für die Arbeit der Floriansjünger. Das Fahrzeug erleichtert ihnen ihre freiwillige Arbeit für ihre Pflichtaufgaben im Sinne der  Sicherheit und Hilfe für die Mitmenschen. Bürgermeister und Gemeinderat haben sich für diese sinnvolle Anschaffung entschieden zum Schutz für die Bevölkerung. Der Kreisbrandinspektor wünschte der Freiwilligen Feuerwehr Freutsmoos möglichst wenig Ernstfall-Einsätze, aber auch immer unfallfreie Fahrten mit dem neuen Fahrzeug. Mit dem Wahlspruch der Feuerwehr „Helfen in Not ist unser Gebot!“ schloß er seine Ansprache.

Sigfried Reuner dankte der Gemeinde für das Vertrauen und den Auftrag zur Lieferung des Fahrzeugs, wünschte alles Gute und viel Glück und spendete den Feuerwehrkameraden ein 50er-Faßl Bier für gemütliche Stunden.

Nun spendete der Pfarrer den Wettersegen und die Blaskapelle spielte die Bayernhymne. Inzwischen war die Wetterlage sicher genug für einen Festzug vom Feuerwehrhaus zur Kirche mit Umkehr und Rückzug zum Festzelt. Dort nahmen die Gäste gemeinsam das Mittagessen ein, verspeisten Kuchen und Kaffee, unterstützten damit ihre Feuerwehr und ließen schließlich die Fahrzeugweihe der Freiwilligen Feuerwehr Freutsmoos gemütlich ausklingen.